Mittwoch, den 30. April 2008: Der dritte internationale SUMMIT & EXPO für Biokraftstoffe, der vom 22. bis 24. April in Madrid (Spanien) stattfand, endete mit einer eher pessimistischen Prognose für die europäischen Erzeuger von Biokraftstoff der ersten Generation. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der beigefügten Pressemitteilung. Über eine Veröffentlichung und ein Belegexemplar würden wir uns freuen.
Mit freundlichen Grüßen
PH MEYER Wirtschaftsberatung GmbH & Co. KG
Carsten Krüger
PR Consultant
Die PH MEYER Wirtschaftsberatung GmbH & Co. KG betreut die SURVEY Marketing + Consulting GmbH & Co. KG in allen Fragen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Mittwoch, den 30. April 2008: Der dritte internationale SUMMIT & EXPO für Biokraftstoffe, der vom 22. bis 24. April in Madrid (Spanien) stattfand, endete mit einer eher pessimistischen Prognose für die europäischen Erzeuger von Biokraftstoff der ersten Generation. Grund hierfür ist nicht nur die verdrehte und absurde Manipulation der Fakten durch die Medien, welche die Verbraucher glauben machen wollen, Biokraftstoffe seien das neue große Übel. Der Grund liegt vielmehr darin, dass es dieser jungen Branche offensichtlich nicht gelingt, ihre Interessen organisiert zu verteidigen. Sollte sie deshalb dazu verdammt sein, im Zuge der aktuellen Hexenjagd bald wieder von der Bildfläche zu verschwinden? Tatsache ist jedenfalls, dass fast keiner der existierenden Biokraftstofferzeuger auf dem Kongress erschienen ist. Die Bahn war somit frei für die Biokraftstofferzeuger der zweiten Generation, die führende Lieferanten (erneuerbarer) Energien und somit enge Verbündete sind. Eine gute Nachricht bleibt jedoch bei diesem ganzen Verdrängungswettbewerb unübersehbar: Biokraftstoffe sind aus der heutigen Energielandschaft nicht mehr wegzudenken!
Wie es scheint, werden die Biokraftstofferzeuger der ersten Generation, das sind mehrere hundert unabhängige Unternehmer, mittlerweile durch eine Verkettung von Umständen aus dem Geschäft gedrängt. Eine Tatsache, die manche für einen organisierten Versuch zur Restrukturierung dieser Branche halten. Fakt ist, dass die meisten der existierenden europäischen Erzeuger entweder gar nicht oder unter dem Mindestproduktionsniveau produzieren. Fakt ist ebenfalls, dass derzeit einige große neue Biokraftstoffanlagen im Bau sind und dass diese neuen Fertigungsanlagen in keinerlei Zusammenhang stehen mit den Erzeugern der ersten Generation, sondern dass diese bereits fest in die bestehenden Zulieferketten der Mineralölindustrie integriert sind. Auch ist nicht zu übersehen, dass es die EU wohl nicht eilig hat, den bestehenden Erzeugern den Rücken zu stärken: Schließlich tolerieren sie, dass große Mengen Biodiesel aus den USA auf den europäischen Markt geworfen werden, wodurch die Erzeuger noch mehr unter Druck geraten.
Gleichermaßen unbestritten ist, dass sogar namhafte und angesehene Medien zum Teil nur die halbe Wahrheit sagen. So verschaffte beispielsweise die spanische Nachrichtenagentur EFE nur zwei der insgesamt 30 Referenten auf dem Kongress Gehör. Und natürlich sprachen gerade diese beiden sich gegen Biokraftstoffe aus (Unilever und Greenpeace). Kein Wort auch über die Referenten, die mit detaillierten Analysen aufwarten und nachweisen konnten, dass es Unsinn ist, Biokraftstoffe pauschal zu verteufeln und für die Probleme der Welt verantwortlich zu machen.
Jüngstes Beispiel für diese Hexenjagd sind Schlagzeilen in den WorldWide-News letzter Woche: die Preissteigerungen bei Reis, die natürlich ebenfalls den Biokraftstoffen angelastet werden. Tatsache ist aber, dass Biokraftstoffe nicht aus Reis gemacht werden und dass auch in Zukunft keine Reisfelder hierfür herhalten müssen. Man kann vielleicht Sake daraus machen, aber das war’s dann auch. Dennoch sind die Medien mittlerweile so extrem konditioniert, dass sie automatisch Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln mit Biokraftstoffen in Verbindung bringen. Dies kann nicht der richtige Weg sein, um den Lesern ein besseres Verständnis von den tatsächlichen Problemen und Lösungen zu vermitteln.
Die neue Realität sieht leider so aus, dass die Erzeuger der ersten Generation zum Verschwinden verdammt scheinen und dass die etablierten Branchen an ihre Stelle treten werden. Ob Manipulation oder nicht, das Endergebnis ist gleich. Allerdings dürfte es spannend sein, zu beobachten, wie es die Erzeuger der zweiten Generation vermeiden wollen, in die gleiche Falle zu tappen, sobald Biokraftstoffe wieder als “grün” deklariert werden. Wie anlässlich des 3. SUMMIT & EXPO über nachhaltige Biokraftstoffe deutlich wurde, lautet das Schlüsselwort nun einmal nachhaltig – ein Punkt, den die Erzeuger der ersten Generation komplett übersehen haben. Mit ziemlicher Sicherheit werden sich zukünftige Generationen von Biokraftstofferzeugern auf eine Fertigung im großen Maßstab konzentrieren, bei gleichzeitiger Gewährleistung der Produktqualität und vor allem der Nachhaltigkeit ihrer Produkte. Das gilt sowohl in punkto Umweltschutz als auch in punkto Sozialverhalten der gesamten Zulieferkette – bis hin zum Pflanzenbau und sogar der Erschließung und Nutzung des Ackerlandes. Und zwar in dem Maße, wie die Biokraftstoffe aus Biomasse erzeugt werden, die in Konkurrenz zur Nahrungsversorgungskette steht. Wahrscheinlich werden wir deshalb in nächster Zeit auch eine Art europäischer Zertifizierungsnorm für Biokraftstoffe bekommen, die diese Aspekte berücksichtigt. Somit dürften die Biokraftstoffe wieder “grün” werden und den Dumpingmethoden droht das Aus. Gleichzeitig wird der Boden bereitet für eine langfristige Entwicklung dieser Branchen mit den gleichen alten Spielern.
Vermutlich wird dies alles in einem zeitlich relativ kurzen Rahmen geschehen, aber bis dahin werden die meisten der existierenden Erzeuger dicht gemacht haben. Dies ist dann der letzte Akt eines traurigen Schauspiels, bei dem die Produktion von Biokraftstoffen in die bereits bestehenden Energie- und Kraftstoffstrukturen in Europa integriert werden soll. Und bald fahren wir dann alle mit (Bio-)Kraftstoffmischungen aller Art und Provenienz herum, ohne es überhaupt zu wissen. Vorhang zu.
Wer allerdings ein anderes Schauspiel über Biokraftstoffe mit anderen Spielern sehen möchte, ist herzlich eingeladen zum 4. Internationalen SUMMIT & EXPO über nachhaltige Biokraftstoffe in Buenos Aires (Argentinien). Dieser Gipfel findet vom 22. – 24. Oktober 2008 statt (www.biofuelsummit.info). Ausgesprochen empfehlenswert für alle europäischen Erzeuger, die sich ein Nachspiel wünschen. Dieser SUMMIT & EXPO findet im größeren Rahmen der R.energy statt, der Internationalen Messe für Erneuerbare Energien und Energieeinsparung (www.r.energy.info).
Nähere Informationen beim Veranstalter Survey Marketing & Consulting S.L. in Spanien: Tel.-Nr. +34 902 364 149.